Das Verlassen werden verarbeiten – wie genau?

Du hsat gerade eine Trennung hinter Dir? Und steckst nun in der Verarbeitungsphase? Wie aber kannst Du das Verlassen werden verarbeiten, wie genau soll Dir diese Herausforderung gelingen? Wir wollen Dir in dieser schwierigen Phase zur Seite stehen!

 

 

Wie die Trennung verarbeiten?

Eine Trennung zu verarbeiten, ist niemals leicht. Schließlich hat man mit dem Anderen eine wichtige, eine intensive wie prägende Zeit verbracht. Hoffnungen, Ziele und Träume miteinander geteilt, vielleicht ein Haus gebaut, Kinder zusammen bekommen. Reisen unternommen, einfach so vieles miteinander erlebt. Die Beziehung nun in Trümmern zu sehen, das schmerzt, das tut sehr weh. Und weckt nicht selten in einem das Gefühl, irgendwie versagt zu haben…

  • Es herrscht das pure emotionale Chaos.
  • Und Schmerz, Trauer, Wut und Verzweiflung stürmen immer wieder auf einen ein.

All diese Gefühle zuzulassen, ist wahrlich nicht einfach – im Gegenteil! Und wie oft ist man versucht, diese Gefühle einfach zu verdrängen, zu negieren. Doch kommt man damit leider nicht viel weiter. Zwar mögen sie für den Moment weggehen. Doch kommen sie früher oder später wieder zurück, und das mit aller Macht. Daher hilft es auch nicht, sich mit Drogen, Alkohol und Co. zu betäuben, auch, wenn die Versuchung mitunter groß ist.

  • Bleibe nicht alleine mit Deinem Schmerz.
  • Vertraue Dich jemandem an, jemandem, dem Du vertraust.
  • Der Dir einfach nur zuhört und Dich in den Arm nimmt.

Allein schon die Gewissheit, dass es da jemanden gibt, der einem in dieser schwierigen Phase zur Seite steht, ist so wertvoll und tröstend! Und es gibt mit Sicherheit eine ganze Reihe an Personen, die Dir gerade jetzt helfen wollen. Versuche, diese Hilfe auch zuzulassen!

Das Schreiben kann in diesem Zusammenhang ebenfalls helfen. Hier kannst Du alles zu Papier bringen, was Dich bewegt, all Deine Gefühle und Gedanken. Das lässt Dich die Dinge klarer sehen, hilft dabei, das emotionale Chaos in Deinem Kopf zu ordnen. Auch dies ist sehr, sehr wichtig, um die Trennung zu verarbeiten…

Wie das Verlassen werden verarbeiten?

Eine Trennung ist stets ein schmerzhafter Einschnitt. Der begleitet ist von so vielen Gefühlen, die uns nicht selten Angst machen: Trauer, Verzweiflung, Schmerz, Wut… Besonders, wenn diese sehr stark sind, über einen kommen wie ein Tornado, fühlen wir uns alldem hilflos ausgeliefert, haben das Gefühl, dem Ganzen einfach nichts entgegensetzen zu können. Und den Schmerz nicht aushalten zu können.

Hinzu kommen die Selbstzweifel, die in solch einer Situation häufig zu beobachten sind. Man fühlt sich wert- und lieblos (besonders, wenn man vom Partner , von der Partnerin verlassen wurde), zurück- und allein gelassen. Hat vielleicht auch Angst vor dem Alleinsein, vor der Einsamkeit.

Ganz zu schweigen von der Sehnsucht nach dem oder der Ex. Danach, ihn oder sie in den Armen halten zu können, gemeinsam aufzuwachen, nach Hause zu kommen und zu wissen: Der Andere ist da. Gut, da ist auch viel Gewohnheit mit im Spiel, meist verblasst das Bild des Ex Partners im Laufe der Zeit. Und doch sind sie da, diese Gefühle – und lassen sich auch erst einmal nicht leugnen.

Leugnen wäre ohnehin genau die falsche Taktik! Zwar mag das Verdrängen für diesen einen Moment funktionieren. Doch früher oder später kommen die Gefühle zurück – und dann noch stärker. Man gibt dem oder der Ex also indirekt mehr Macht – und die Gelegenheit, die Gedanken auch weiterhin zu dominieren.

Wie noch die Trennung überwinden?

Gebe Dir selbst Zeit. Denn Zeit braucht es, um das Verlassen werden wirklich zu verarbeiten. Denn es ist ein Prozess, der sich bekanntlich nicht erzwingen lässt, so schön das mitunter vielleicht wäre. Setze Dich deshalb nicht unter Druck. Schließlich ist es logisch, dass man nach der Trennung einer vielleicht mehrjährigen, intensiven Beziehung nicht sofort wieder nach vorne schauen kann!

Kümmere Dich um Dich selbst. Versuche, jeden Tag Dir selbst eine kleine Freude zu bereiten. Wie etwa eine Tasse Kaffee im Lieblingscafé um die Ecke, einen Strauß Blumen, den Du Dir auf den Schreibtisch stellst, ein guter Film, den Du Dir anschaust… Frage Dich, worauf Du Lust hast und setze genau das dann in die Tat um. Du wirst sehen, wie Du Stück für Stück wieder zurück findest, wieder Mut fassen kannst… Und dies ist solch ein wunderbares Gefühl, wenn das Licht am Ende des Tunnels wieder erscheint. Wenn man wieder durchatmen kann, wenn man wieder nach vorne blickt und das mit reichlich Optimismus und Hoffnung! Genieße den Moment, halte die Augen offen für all das Schöne, was das Leben so zu bieten hat. Denn davon gibt es reichlich – im Großen wie im Kleinen!

Besser ist es da, die Gefühle wirklich zuzulassen, so schwer das in manchen Momenten auch erscheinen mag. So sehr man innerlich vielleicht auch glaubt, das alles nicht aushalten zu können. Und doch: Es ist so! Man selbst ist nämlich um so viel stärker, als man insgeheim oft glaubt.

  • Zumal Du in solch einer Situation nicht alleine bleiben musst.
  • Es hilft, jemanden an seiner Seite zu wissen, der einen in solch einem Moment in die Arme nimmt.
  • Tröstet, einfach da ist.
  • Und bei dem man sich den Kummer von der Seele reden kann.

Das Drüber reden hilft sehr, wie die Erfahrungen gezeigt haben. Genauso wie das Schreiben: Halte fest, was Dich bewegt, wie es Dir gerade geht. Was Deine Gefühle sind… All das trägt mit dazu bei, den Schmerz erträglicher zu machen.

Versuche, Dich auf Dich selbst zu konzentrieren. Dein Wohlergehen in den Mittelpunkt zu rücken, denn genau das ist nun das Wichtigste. Tue Dir bewusst Gutes, Tag für Tag. Das muss überhaupt nichts Großes sein: Ein schöner Moment mit sich auf dem Sofa, mit einer Tasse guten Kaffees, einem leckeren Stück Kuchen oder einem Stück Schokolade, ganz bewusst genossen, ist eine wunderbare Gelegenheit. Oder Du kaufst Dir einen Strauß Blumen, gehst ins Kino, machst einen Spaziergang – Möglichkeiten gibt es viele!

Und: Stelle den Kontakt zum oder zur Ex erst einmal ein. Denn gerade jetzt ist es wichtig, zur Ruhe zu kommen, bei sich zu bleiben…